Freitag, 27. Juni 2008

Das Castellum Mattiacorum

Kastel gilt als einziger Ort in Hessen, der noch heute seinen römischen Namen trägt. Das Wort Kastel wurde von „Castellum Mattiacorum“ abgeleitet. So hieß die einstige Befestigung zum Schutz des römischen Rheinübergangs bei Mainz. Als Drusus 10 v. Chr. die Feldzüge zur Eroberung Germaniens begann, bauten die Mainzer Legionen eine hölzerne Brücke. Von dem ersten vermutlich ebenfalls aus Holz errichteten Kastell kennt man keine Reste. Das hölzerne Brückenkopfkastell blieb offenbar bis zum Vierkaiserjahr 69 n. Chr. erhalten, dann wurde es vermutlich zerstört. Um 71 n. Chr. wurde ein kleines Steinkastell mit einer Fläche von etwa 0,7 Hektar erbaut und die Rheinbrücke nun aus Stein erneuert. Neben dem Steinkastell entstand ein Lagerdorf (vicus) unmittelbar im Nordosten an das Kastell und an den Ehrenbogen anschließend. Der an einer sehr verkehrsgünstigen Stelle liegende Vicus wuchs in den friedlichen Jahrzehnten des 2. Jahrhunderts weit über seine ursprünglichen Grenzen hinaus. Er erhielt einen prächtigen Thermenbau, der an den Aquaedukt des Vicus angeschlossen war. Kastel wurde in der Mitte des 3. Jahrhunderts von den Germanen zerstört. Um 300 n. Chr. erlangte das „Castellum Mattiacorum“ noch einmal seine alte Bedeutung als Brückenkopfbefestigung. Damals war die römische Rheinbrücke wiederhergestellt worden und erforderte am rechten Rheinufer eine militärische Sicherung. Das weitere Schicksal dieser Brückenkopfbefestigung ist unbekannt. Aus ihrem Bereich kam ein Schatzfund aus dem Anfang des 5. Jahrhunderts zum Vorschein, der als der späteste Römerfund Hessens gilt.

Das Pestjahr 1666 in Mainz-Kastel

Das schlimmste Pestjahr in der Geschichte von Kastel war 1666. Damals wurden von den 920 Einwohnern mehr als 500 durch die Seuche hinweggerafft – also über die Hälfte. Um die katholische Kirche „St. Georg“ erbaute man die Pestmauer zur Eindämmung der Seuche. Hinter dieser Mauer wurden Kranke betreut und Verstorbene in und um das Gotteshaus bestattet. Der Mainzer Kurfürst sandte den Krankenpfleger Leopold Weigelsberger nach Kastel, der aber nicht viel ausrichten konnte. Weigelsberger wurde von der Gemeinde Kastel für seine Arbeit und Arznei mit rund 1750 Liter Wein bezahlt. Die Christen in Kastel beteten viel in ihrer Not und erkoren den heiligen Rochus zum Schutzpatron. 1666 und später gelobten die leidgeprüften Kasteler Einwohner, wenn diese schreckliche Plage einmal zu Ende gehe und „über tzwanzig Personen nit mehr krank geworden noch gestorben seindt“, auf ewige Zeiten bei einer Wallfahrt zur Kirche „Heilig Kreuz“ auf einer Anhöhe zwischen Mainz und Weisenau eine 15-pfündige Kerze mitzutragen. Zwei Jahre nach diesem Gelübbde kam es kaum noch zu Pesterkrankungen. Der Mainzer Schultheiß bat in einer Bittschrift an den Mainzer Erzbischof Hartrad von der Leyen um die Erlaubnis, die Wallfahrt durchführen zu dürfen. Das Bestätigungsschreiben „Des Auff S. Rochi Tag vovirten Feyertagss“ mit dem Siegel des Erzbischofs von 1678 ist noch heute erhalten und wird im Pfarrarchiv Mainz-Kastel aufbewahrt. Nachdem die Kirche „Heilig Kreuz“ bei den kriegerischen Ereignissen des Jahres 1793 zerstört wurde, führte man alljährlich eine Bußprozession in Kastel durch. Anlässlich des Rochusfestes 1991 ließ die „Gesellschaft für Heimatkunde Kastel 1980 e. V.“ (GHK) an einem Restteil der Pestmauer in der Rathausstraße eine steinerne Gedenktafel anbringen, die an das „Jahr der Ohnmacht“ 1666 erinnert.

Der Cyperus-Park von Mainz-Kastel

Mainz-Kastel - Der Cyperus-Park des „Vereins für Aquarien- und Terrarienkunde und Naturschutz e. V. 1901 Mainz“ am Petersberg in Mainz-Kastel bietet zahlreiche botanische und zoologische Attraktionen: von drei Quellen gespeiste Naturweiher, alte Buchen, Ulmen und Weiden sowie ein Schauhaus mit Terrarien. Der Cyperus-Park ist auch im Internet vertreten: http://www.cyperus1901.deCyperus-Park, Bierstädter Weg 1a,
55252 Mainz-Kastel,
Öffnungszeiten: 10–18 Uhr an Sonn- und Feiertagen. An Samstagen ist der Zutritt möglich, wenn sich Mitglieder des Vereins auf dem Gelände aufhalten. Der Eintritt ist frei.

Museen in Mainz-Kastel

Kasteler Flößermuseum

Das „Kasteler Flößermuseum“ befindet sich im ersten Obergeschoss der so genannten „Bastion von Schönborn“ am Rheinufer von Mainz-Kastel. Die Bastion diente einst als Festungsanlage und schützte die südöstliche Flanke der zwischen 1830 und 1832 erbauten Reduit-Kaserne. 1998 kaufte die „Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel e. V. 1980“ die Bastion, sanierte sie und eröffenete sie 1999 zusammen mit dem „Kasteler Flößermuseum“, Gastronomie und einem Biergarten. Das Flößermuseum informiert über die mehr als vier Jahrhunderte lang in Kastel udn Kostheim ausgeführte Flößerei. Die Ausstellung konnte dank der Unterstützung der Nachfolgegeneration des einstigen Kasteler Floßherrn Mathias Wagner sowie von Kasteler und Kostheimer Bürgern realisiert werden.
Öffnungszeiten: täglich ab 11 Uhr

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Museum Castellum

Die Idee, die Kasteler Geschichte in einem Museum zu präsentieren, stammt von Fritz Diehl. Sie begann Wirklichkeit zu werden, als 1984 in einer Kasematte der Reduit, einer ehemaligen Kaserne am Rheinufer, das „Historische Kasteler Zimmer“ eröffnet wurde. In der während der Nachkriegszeit als Autoreparaturwerkstatt genutzten Kasematte schufen Mitglieder der „Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel e. V. 1980“ (GHK) ein wahres Schmuckstück. Nach einer räumlichen Ausdehnung wurde das „Historische Kasteler Zimmer“ auf Initiative von Fritz Diehl zum „Fastnachtskabinett“ umgestaltet. Anlässlich der 2000-Jahr-Feier von Mainz-Kastel wurde 1990 das „Museum Castellum“ eröffnet. Es ist in sieben Kasematten und einigen kleineren Räumen der Reduit untergebracht. Bei den Ausstellungsstückes handelt es sich vor allem um Funde aus Mainz-Kastel, die dem Museum als Dauerleihgabe überlassen wurden. Die beiden wichtigsten Leihgeber für Funde aus der Römerzeit sind die Landesmuseen in Mainz und Wiesbaden. Gezeigt werden römische Keramiken für den Alltag und für Bestattungen, Ziegel, Wasserleitungssegmente, Werkzeuge, ein Arztbesteck, Schlüssel, Münzen, Schmuckstücke, Spielsteine sowie Gläser. Es gibt die Abteilungen Trajanussaal (Eponate der Früh- und Römerzeit), Kleine Steinhalle, Jupitersaal, Fastnachtskabinett, Kurfürstenzimmer, Vom Mittelalter zur Renassance, Historische Setzerei, Kastel im 18. und 19. Jahrhundert, Das 19. und 20. Jahrhundert. „Babbelzimmer“ und „Hermann-Wüst-Saal“.
Museum Castellum, Rheinufer 5,
Telefon 06134/65272 und 62993,
Öffnungszeiten: Februar bis November jeden Sonntag 10.30–12.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Museum Römischer Ehrenbogen

Im „Museum Römischer Ehrenbogen“ in der Großen Kirchenstraße von Mainz-Kastel ist das Fundament des dreitorigen Ehrenbogens zu sehen, das Mainzer Legionen zu Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr. im „Castellum Mattiacorum“ (Kastel) errichteten. Das epochalste Bauwerk nördlich der Alpen sollte an den kaiserlichen Prinzen Germanicus und an die römischen Siege über die Germanen erinnern. Durch den Ehrenbogen des Germanicus verlief damals die Hauptstraße von Mainz nach Hofheim und bis weit hinein nach Germanien. Der 17 Meter hohe Ehrenbogen von Kastel wurde vermutlich von einer überlebensgroßen Statuengruppe aus vergoldeter Bronze gekrönt. Mit seinen Ausmaßen ist er nur mit den Triumphbögen in Rom vergleichbar. Schautafeln im Museum erklären den Ehrenbogen und sein historisches Umfeld.
Öffnungszeiten des Museums „Römischer Ehrenbogen“: April bis November jeden Sonntag 10.30–12.30 Uhr, jeden ersten Donnerstag eines Monats 9–12 Uhr

Römische Meilensteine in Mainz-Kastel

1896 wurden in der Großen Kirchenstraße in Kastel in unterschiedlicher Tiefe zwei jeweils etwa anderthalb Meter hohe römische Meilensteine entdeckt. Sie befanden sich an der Stelle, wo ehedem die Straße nach „Aquae Mattiacae“ (Wiesbaden) abzweigte. Der ältere Meilenstein stammt aus dem Jahr 122 n. Chr. Seine lateinische Inschrift heißt ins Deutsche übersetzt: „Dem Imperator Caesar Traianus Hadrianus Augustus, Sohn des unter die Götter aufgenommenen Traianus Parthicus, Enkel des unter die Götter aufgenommenen Nerva, Pontifex Maximus, Im 6. Jahr seiner tribunicischen Gewalt, zum 3. Mal Consul, dem Vater des Vaterlandes, Von Aquae Mattiacorum 6 Meilen entfernt“. Da eine römische Meile 1000 Doppelschritte oder 1,479 Kilometer entspricht betrug die Entfernung von diesem Meilenstein nach „Aquae Mattiacorum“ etwa neun Kilometer. – Auf dem jüngeren Meilenstein gab man die Entfernung nach „Aquae Mattiacorum“ mit „vier Leugen“ an. Die Leuge (etwa 2,52 Kilometer) als Wegemaß wurde erst seit 202 n. Chr. verwendet. Die an den Kaiser – vermutlich Caracalla (186–217) – gerichtete Widmung auf diesem Meilenstein blieb nicht erhalten. Kopien beider Meilensteine wurden an der Ecke Große Kirchenstraße/Zehnthofstraße aufgestellt. Die Originale befinden sich im Landesmuseum Mainz.

Lyoner Bleimedaillon zeigt steinerne Rheinbrücke zwischen Mainz und Kastel

Das so genannte „Lyoner Bleimedaillon“ wurde 1862 im Flusssand der Saône in Lyon (Frankreich) entdeckt. Dabei handelt es sich um den Probeabschlag eines Prägestempels für das Rückseitenbild einer Goldmedaille, die um 297 n. Chr. entstand. Im oberen Teil des „Lyoner Bleimedaillons“ sind unter der Inschrift „SAECVLI FELICTITAS“ die römischen Kaiser Maximianus Herculis (um 240–310) und Constantin I. Chlorus (um 250–306) auf dem Thron mit Leibwache abgebildet. Den Kaisern nähert sich eine Gruppe von Männern, Frauen und Kindern mit flehenden oder dankenden Gesten. Auf dem unteren Teil zeigt das Medaillon das blühende römische Mainz („Mogontiacum“), den Rhein, die steinerne Rheinbrücke und Kastel („Castellum Mattiacorum“). Über die Brücke geht eine Gruppe von Personen. Die Abbildung wird mit einer unter den Kaisern Maximiamus Herculis und Constantin I. Chlorus 297 n. Chr. durchgeführten Ansiedlung kriegsgefangener Franken in Gallien in Verbindung gebracht. Das Motiv auf dem Lyoner Bleimedaillon gilt als die älteste bildliche Darstellung von Mainz und Kastel. Der Originalfund mit einem Durchmesser von 7,5 Zentimetern wird im Cabinet des Medailles in Paris aufbewahrt.

Der Märtyrer Ferrutius in Mainz-Kastel

Laut einer Legende musste der römische Soldat Ferrutius zwischen den Jahren 292 und 306 wegen seines christlichen Glaubens im Kerker des „Castellum Mattiacorum“ (Kastel) sterben. Er hatte zur Zeit des römischen Kaisers Diokletian (um 240–313/316) im Heer gedient, den christlichen Glauben angenommen und das Schwert abgelegt, um sich völlig Christus zu widmen. Daraufhin ließ ihn der Mainzer Präfekt im „Castellum Mattiacorum“ in ein tiefes Gefängnis werfen. Dort wurde Ferrutius monatelang von heidnischen Römern misshandelt, bevor er sein Leben aushauchte. Erst ab der Zeit des römischen Kaisers Konstantin I. Chlorus (um 250–306), der vor seinem Tod selbst zn Christentum übertrat, durften Christen ihre Religion unbehelligt ausüben. Der Priester Eugenius bestattete diesen ersten Mainzer Heiligen auf dem damaligen Begräbnisplatz an der heutigen Wiesbadener Straße und verfasste die Inschrift des Grabsteins, die mit wenigen Worten über das Schicksal von Ferrutius berichtete. Über dem Grab errichtete man später aus römischen Grabsteinen eine Kapelle, die bis zum 17. Jahrhundert erhalten blieb. Der Grabstein von Ferrutius wurde noch 856 von dem Fuldaer Mönch Meginhard gesehen, der – basierend auf der Inschrift – eine Lebensbeschreibung des Heiligen schrieb. Als Quelle seiner Schrift stand ihm nur der Grabstein zur Verfügung. Bei der Kapelle über dem Grab des Ferrutius wohnte lange Zeit ein Klausner, der die frühe Wallfahrtsstätte betreute. Später hieß die Kapelle „Klause des heiligen Martin“, woran der Name der Straße „An der Klaus“ erinnert. An Ferrutius erinnert ein Gemälde an der Stirnseite des Jupitersaales im „Museum Castellum“ in der Reduit.

Der Bartholomäus-Markt in Mainz-Kastel

Ab 1475 ist in Kastel der nach einem Apostel benannte „Bartholomäus-Markt“ belegt. Der heilige Bartholomäus soll in vielen Ländern – unter anderem in Indien – gepredigt haben und als Märtyrer gestorben sein. Einige Tage vor seinen Predigten versammelten bereits zahlreiche Menschen, die ihm lauschen wollten, sie schliefen oft mehrere Nächte lang im Freien. Clevere Händler verkauften den Menschenansammlungen ihre Waren, womit Märkte entstanden, die auch später „Bartholomäus-Markt“ hießen. Bis etwa 1800 boten Gerber, Seiler, Töpfer, Kannengießer, Weinbauern und Landwirte beim Bartholomäus-Markt in Kastel ihre Erzeugnisse an. Der meistens am Bartholomäus-Tag (14. August) stattfindende Markt wurde am Vorabend durch Trommelwirbel angekündigt. Am Markttag erhielten ab 12 Uhr mittags die Wachtürme der Landwehr (Hambusch und Erbenheimer) verstärkte Wachen. In einer Hütte walteten der Amtmann vom Vicedomamt, der Oberkeller von der Martinsburg, der Zöllner aus Kastel, der Oberschultheiß, zwei Vertreter des „Gerichts“ (heute Gemeinderat) und der Gerichtsschreiber ihres Amtes. Am Bartholomäus-Tag fand der Kram-Markt und einen Tag danach der Viehmarkt statt. Verkäufter mussten für ihren Stand „Marktbordt“
eine Leihgebühr in Höhe von einem Batzen bezahlen. Ein Gestell („Schragen“) kostete einen Kreuzer. Wer selbst das Material für einen Stand oder ein Gestell mitbrachte, zahlte lediglich die Hälfte. Beim Verkauf musste Zoll entrichtet werden, den das Vicedomamt in Mainz erhielt. Im Oktober 1643 genehmigte der Mainzer Erzbischof Anseln Casimir offziell die Jahr- und Kram-Märkte. An den Markttagen wurden oft der Oberschultheiß, Weinmeister, Schafmeister, die Flurschützen und Nachtwächter bestellt.

Der Künstler Jakob Schmitt aus Mainz-Kastel

Der am 11. Oktober 1891 in Mainz geborene Silberschmied Jakob Schmitt bildete sich kurz vor dem Ersten Weltkrieg an der Mainzer Kunstgewerbeschule weiter und stand vor der Meisterprüfung. Doch er wurde zum Militär einberufen und verlor am Heiligen Abend 1914 in Frankreich durch einen Gewehrschuss beide Augen. Von 1915 bis 1922 besuchte er als einziger Blinder die Frankfurter Kunstgewerbeschule und befasste sich vor allem mit der Großplastik. Zwischen 1919 und 1921 schuf er die Plastik Entenfänger, die als sein populärstes Werk gilt. 1934 wurde der Entenfänger anlässlich der 80-Jahr-Feier des Mainzer Verschönerungsvereins als Brunnenfigur auf dem Flachsmarkt aufgestellt, verschwand aber während des Zweiten Weltkrieges. Jakob Schmitt wohnte von 1923 bis 1934 in Mainz-Kostheim in der Schiersteiner Straße 17 in seinem eigenen Haus mit Atelier. Seine 1929 geschaffene Steinfigur Jesuskind mit dem Lamm, die im Mai 1932 auf dem Kinderspielplatz bei der Maria Hilf-Kirche in Mainz-Kostheim aufgestellt wurde, ist verschollen. 1935 zog er nach Mainz-Kastel und arbeitete dort in der Reduit in einem großen Atelier. Werke des blinden Künstlers wurden bei Ausstellungen in Berlin, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Karlsruhe, Stuttgart, Würzburg und Mainz gezeigt. Jakob Schmitt starb am 13. Dezember 1955. Im Frühjahr 2001 erhielt der Heimatverein Kostheim e. V. aus dem Fundus der Stadt Mainz einige Plastiken von Jakob Schmitt als Dauerleihgaben.

St.-Georgs-Kirche in der Ortsmitte von Mainz-Kastel



Video: "Kirche St. Georg in Mainz-Kastel" von "urzeit" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=kCjoK6x4rK4

Beschreibung des Videoclips:

Katholische Kirche St. Georg in Mainz-Kastel (Stadtkreis Wiesbaden) in Hessen. Vor der Kirche steht die so genannte Pestmauer.

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Mitte des 14. Jahrhunderts existierte in der Ortsmitte von Kastel vermutlich bereits eine „Maria-Himmelfahrt-Kapelle“, die Vorgängerin der heutigen katholischen Pfarrkirche. Diese Kapelle ist durch eine Messstiftung von 1490 belegt. Ein gotisches Fenster und die Tafel mit der Stiftungsurkunde der Karfreitagspredigt von 1498 des heutigen Gotteshauses „St. Georg“ in der Großen Kirchenstraße stammen aus der „Maria-Himmelfahrt-Kapelle“. Am 16. Mai 1587 konsekrierte der Mainzer Weihbischof die „Maria-Himmelfahrts-Kapelle“, welche sich in der Folgezeit immer mehr zur Pfarrkirche entwickelte. 1689 brannten schwedische Soldaten die „Maria-Himmelfahrts-Kapelle“ nieder. Diese Kapelle“ wurde im späten 15. Jahrhundert dem heiligen Georg geweiht. 1690 feierte man am Georgstag in den Ruinen der Kirche „St. Georg“ wieder die Eucharistie. 1696 erstand dort ein neues und größeres Gotteshaus. 1746 weihte Erzbischof Johann Friedrich Carl von Ostein die neue Kirche „St. Georg“. 1793 verkündete man in diesem Gotteshaus die französische Verfassung. Zur Zeit der Belagerung von Mainz diente die Kirche als Mehlmagazin. Das ursprünglich von einem Friedhof umgebene barocke Gotteshaus wurde 1935 nach Westen hin durch eine dreischiffige Halle mit Chorraum und angedeuteter Apsis erweitert. Der Mainzer Bischof Dr. Albert Stohr weite die erweiterte Kirche am 20. Nobember 1935 ein. Bei einem Fliegerangriff am 8. September 1944 wurde der ganze Ortskern von Kastel – und mit ihm die Kirche „St. Georg“ – zerstört. Von dem Gotteshaus blieben lediglich die Grundmauern sowie einige Betonträger stehen. Damals beseitigte man den Schutt im Innenraum, errichtete einen Altar, stellte Bänke unter freiem Himmel auf und gelobte, die Kirche wieder aufzubauen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann 1945 der Wiederaufbau des Gotteshauses. Am 3. Juli 1977 endeten der Auf- und Ausbau mit der Altarweihe durch Hermann Kardinal Volk. Der Barockaltar von „St. Georg“ enthält wertvolle Teile des Altars des früheren Klosters Arnsburg in der Wetterau. Dieser Altar wurde bereits 1946 in Mainz-Kastel gelagert und später im Mainzer Dommuseum aufbewahrt.

St.-Georgs-Kirche vor den Mauern in Mainz-Kastel

Auf einer Urkunde um das Jahr 540 wird die Weihe der „St.-Georgs-Kirche“ durch den Bischof Sidonius erwähnt, der von 534 bis 547 in Mainz residierte. Dieses frühe katholische Gotteshaus befand sich außerhalb der damaligen Stadtmauern von Kastel. Es stand vor dem Wiesbadener Tor an der heutigen Wiesbadener Straße und war von einem Friedhof umgeben. Unweit davon lag die Ferrutiuskapelle. Die „St.-Georgs-Kirche“ und die Pfarrei wurden jahrehundertelang durch so genannte „Leutpriester“ betreut.
Ab etwa 1100 bis ins 18. Jahrhundert war das Mainzer Petersstift für die seelsorgerische Betreuung der Gemeinde Kastel zuständig. Die „St.-Georgs-Kirche vor den Mauern“ wurde in Kriegszeiten oft stark beschädigt, aber immer wieder mit Hilfe des Mainzer Petersstiftes hergerichtet. 1587 versetzte man den Taufstein aus der „St.-Georgs-Kirche“ in die Kapelle in der Ortsmitte. Während des „Dreißigjährigen Krieges“ (1618–1648) wurde die „St.-Georgs-Kirche vor den Mauern“ zerstört.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Videos aus Mainz-Kastel



Video: "Ufer und Rhein bei Mainz-Kastel" von "urzeit" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=BPzzL5ov74I

Mainz-Kastel (mainz-kastel) - Videos aus Mainz-Kastel werden im gleichnamigen Weblog unter der Internetadresse http://videos-aus-mainz-kastel.blogspot.com gezeigt. Laut Online-Lexikon "Wikipedia" ist Mainz-Kastel der historische Brückenkopf auf dem rechten Rheinufer gegenüber der Mainzer Altstadt und mit dieser durch eine Straßenbrücke verbunden. Kastel liegt rund einen Kilometer unterhalb der heutigen Mündung des Mains in den Rhein. Kastel gehörte in seiner langen Geschichte wiederholt zu Mainz, formal eingemeindet wurde es am 1. April 1908. Am 25. Juli 1945 wurde es den Grenzen der Besatzungszonen nach dem Zweiten Weltkrieg folgend (Kastel lag in der amerikanischen, Mainz in der französischen Besatzungszone) auf Anordnung der amerikanischen Besatzungsmacht der "treuhänderischen Verwaltung" durch die Stadt Wiesbaden unterstellt. Kastel ist seitdem ein Stadtteil der hessischen Landeshauptstadt.

Weblink:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mainz-Kastel

Video: "Geschichtsbrunnen in Mainz-Kastel"



Video: "Geschichtsbrunnen in Mainz-Kastel" von "urzeit" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=hPvPIKS29NE

Beschreibung des Videoclips:

Der "Kasteler Geschichtsbrunnen" am Paulusplatz in Mainz-Kastel (Stadtkreis Wiesbaden) in Hessen wurde auf Initiative des Heimatforschers Fritz Diehl 1993 erbaut. Die künstlerische Gestaltung lag in den Händen des Kasteler Künstlers Dieter Schade. 1994 erfolgte die Einweihung.

Dienstag, 24. Juni 2008

Video: "Ufer und Rhein bei Mainz-Kastel"



Video: "Ufer und Rhein bei Mainz-Kastel" von "urzeit" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=BPzzL5ov74I

Beschreibung des Videoclips:

Rheinufer bei Mainz-Kastel mit Festung Reduit und Restaurantschiff sowie mit Blick auf den Rhein und Mainz. Aufgenommen von der Theodor-Heuss-Brücke, deren Verkehrslärm nicht zu überhören ist.

Samstag, 21. Juni 2008

Video: "Härtegrad Clubnacht" in Mainz-Kastel



Video: "Härtegrad Clubnacht" von "axvanox" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=4HKKpYlKL20

Beschreibung des Videoclips:

Techno & Trance Veranstaltung im Euro Palace Mainz-Kastel

Freitag, 20. Juni 2008

Vereine in Mainz-Kastel

Angelsportverein
Kontakt: Georg Munk, Castellumstraße 84,
Verein der Hundefreunde 1961
55252 Mainz-Kastel, Telefon 06134/22465

Angelsportverein „Früh Auf 1946“
Der Angelsportverein „Früh Auf 1946“, Mainz-Kastel e. V., wurde am 5. Mai 1946 im Gasthaus „Alte Post“ in Mainz-Kastel gegründet. Sein Vereinsheim befindet sich in der Reduit am Rheinufer.
Angelsportverein „Früh-auf 1946“, Reduit,
55252 Mainz-Kostheim, Telefon 06134/65282

Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Mainz-Kastel
Die Arbeiterwohlfahrt, Ortsverein Mainz-Kastel, wurde am 5. Mai 1946 im Gasthaus „Alte Post“ gegründet. Das Vereinsheim befindet sich in der Gaststätte „Zum Zehnthof“.
Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Mainz-Kastel,
55252 Mainz-Kastel,
Otto-Suhr-Ring 29
Telefon 06134/1217

BMW-Club Mainz-Kastel
Der „BMW-Club Mainz-Kastel“ wurde am 19. Oktober 1958 in der Gaststätte „Hermannshof“ in der Boelckestraße in Mainz-Kastel gegründet. Dort hatten vorher 18 BMW-Fahrer beim Stammtisch gefachsimpelt. Die Idee, den Stammtisch zum Verein umzufunktionieren stammte von Franz Hermann, dem Wirt des „Hermannshofs“, den man zum Vorsitzenden wählte. Die Mitglieder des „BMW-Clubs“ beteiligten sich bald alljährlich an rund 25 Motorsport-Veranstaltungen und gewannen oft Pokale. Ab 1961 richteten sie jedes Jahr am Pfingstwochenende den Gelände-Zuverlässigkeitslauf auf der 7x30 Kilometer langen Rennstrecke „Rund um den Petersweg“ in Mainz-Kastel aus, an dem nahezu 400 aktive Motorradfahrer aus Deutschland und Nachbarländern teilnahmen. 1971 wurde Franz Faust neuer Vorsitzender des „BMW-Clubs“. Als das Clublokal „Hermannhof“ geschlossen wurde, traf man sich zunächst bei der TSG Kastel und später – in den frühen 1980-er Jahren – fanden sie in der Reduit am Rheinufer eine neue Bleibe. Mitte der 1980-er Jahre erklärten die Grünen das Gelände des Parcours „Rund um den Petersweg“ zum Naturschutzgebiet, was das Ende der Geländefahrten bedeutete. Der „BMW-Club Kastel“ ist Mitbegründer und -ausrichter der „Kulturtage AKK“, fungiert beim Kasteler Fassenachtszug als „Zugpolizei“ und hält alljährlich an der Gustav-Strese-mann-Schule ein Fahrradturnier für Kinder ab.
BMW-Club Mainz-Kastel, Reduit,
55252 Mainz-Kastel, Stammtisch freitags ab 20 Uhr

Casino zum Frohsinn 1886
Das „Casino zum Frohsinn 1886“ wurde im Herbst 1886 gegründet. Es gehört zu den zehn ältesten Karnevalsvereinen Deutschlands. Noch älter sind folgende acht Vereine: Carneval Verein Bad Camberg (1832), Binger Carneval Verein (1833), Mainzer Ranzengarde (1837), Mainzer Carneval Verein (1838), Wormser „Narhalla“ (1840), Karneval-Gesellschaft „Narhalla“ Darmstadt (1846), Haubinger Fastnachtsgesellschaft (1857), Wiesbadener Carneval-Gesellschaft „Sprudel“ (1862). 1909 erfolgte die Gründung des Komitees im Vereinshaus „Casino zum Frohsinn“. 1895 verlieh der Großherzog von Hessen-Darmstadt das Korporationsrecht.
Casino zum Frohsinn 1886,
Kontakt: Claus-Toni Bertram,
Große Kirchenstraße 25,
55252 Mainz-Kastel, Telefon 06134/23264

Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft e. V.
Die Ortsgruppe Kastel-Kostheim-Gustavsburg der „Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft e. V.“ (DLRG) wurde am 21. Juni 1965 im „Casino zum Frohsinn“ in Mainz-Kastel gegründet. Das Vereinsheim hat die Adresse „In der Witz“ 20.
Kontakt: Michael Weyrich, Rampenstraße 1,
55252 Mainz-Kastel, Telefon 06134/6600,
Fax 06134/6608

DRK Ortsvereinigung 1905
Die Ortsvereinigung Kastel/Kostheim des „Deutschen Roten Kreuzes“ (DRK) wurde am 1. Oktober 1905 in der Turnhalle des Turnvereins 1846 gegründet. Die Sanitätskolonne Kastel/Kostheim ging aus der Kasteler Turner-Feuerwehr hervor. Initiator der Gründung war Dr. Otto Joeckel.
DRK Ortsvereinigung 1905,
Kontakt: Christian Maag, Schwanengasse 2,
55252 Mainz-Kastel, Telefon 06134/6383,
Fax 06134/26383

Freiwillige Feuerwehr Mainz-Kastel
Die Geburtsstunde der „Freiwilligen Feuerwehr Mainz-Kastel“ schlug am 16. Juni 1866, als Mitglieder der „Kasteler Demokratischen Turngemeinde von 1846“ auf Betreiben von Jakob Schick eine Turnerfeuerwehr gründeten. 1934 trennte sich die Wehr von den Turnern und hieß von da ab „Freiwillige Feuerwehr Mainz-Kastel 1866“. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte am 14. Dezember 1947 die Wiedergründung. Das Gerätehaus und das Feuerwehrheim befinden sich „In der Witz 20“.
Freiwillige Feuerwehr Mainz-Kastel,
In der Witz 20, 55252 Mainz-Kastel

Freunde des Volkslaufs, Mainz-Kastel
Der Verein „Freunde des Volkslaufs“, Mainz-Kastel, wurde am 1. Oktober 1966 in der Gaststätte „Zum Zehnhof“ in Mainz-Kastel gegründet.

Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel e. V. 1980
Die „Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel e. V. 1980“ (GHK) wurde am 26. September 1980 im Bürgerhaus von Mainz-Kastel gegründet. Als Initiator machte sich der Heimatforscher Fritz Diehl verdient. Bei der Gründungsversammlung traten 25 Bürger aus den Bereichen Wirtschaft, Handel, Banken und Politik der GHK bei. Die Satzung der GHK wurde von dem Rechtsanwalt und Notar Herbert Coen sowie von Fritz Diehl, Kurt Hebach, Adolf Schuchmann, Gregor Weeser-Krell, Manfred Kleinort, Heinz Michel und Horst Stange ausgearbeitet. Darin heißt es: „Der Satzungszweck wird durch die Förderung und Stärkung der Heimatpflege und Heimatkunde und der die Heimatgeschichte von Kastel betreffenden Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung verwirklicht“. Eine der ersten Aktivitäten war 1982 ein Diavortrag mit Bildern aus Alt-Kastel, um das Geschichtsbewusstsein der Einwohner zu wecken. 1984 weihte man das in einer Kasematte der Reduit eingerichtete „Historische Kasteler Zimmer“ ein, in dem römische Funde ausgestellt waren. 1987 gründete die GHK den Trajanus-Förderkreis zur Unterstützung der kulturellen Arbeit. Anlässlich der 2000-Jahr-Feier von Mainz-Kastel wurde am 9. Mai 1999 das „Museum Castellum“ in der Reduit eröffnet. Die GHK gab die Geschichtsbücher „Von Castellum bis Kastel“ (1985) und „2000 Jahre Kastel in Wort und Bild“ (1990) aus der Feder von Fritz Diehl heraus. 1997 erwarb die GHK die „Bastion von Schönborn“ am Rheinufer von Mainz-Kastel, die 1998 mit Kasteler Flößermuseum, Gastronomie und Biergarten eröffnet wurde.
Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel e. V. 1980
Rheinufer, 55252 Mainz-Kastel,
Telefon 06134/65272 oder 62993

Jocus-Garde 1889 e. V. Mainz-Kastel
Die „Jocus-Garde 1889 e. V.“ ging 1889 aus dem Sparverein „Handfett“ hervor. 1966 richtete sie in der ehemaligen Reduit-Kaserne am Rheinufer von Mainz-Kastel ihr Vereinsheim ein.
Jocus-Garde 1889 e. V. Mainz-Kastel
Kontakt: Stefan Orf, Postfach 135,
55248 Mainz-Kastel,
Telefon Gardeheim 06134/22728,
Telefon Fanfarenzug Reduit: 06134/21111

Kasteler Gewerbeverein
Der „Kasteler Gewerbeverein“ wurde am 21. März 1985 von Kaufleuten, Handwerkern und Freiberuflern im Hotel-Restaurant „Zum Schnackel“ gegründet. Er schrieb sich Qualität, Leistung und Fortschritt auf seine Fahne. Laut Satzung bezweckt der Gewerbeverein „die Wahrnehmung und Förderung der gesamten wirtschaftlichen, beruflichen und sozialen Interessen seiner Mitglieder durch beratende Tätigkeit im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Nach einjähriger Vorbereitungszeit fand im September 1987 im Kasteler Bürgerhaus die erste Gewerbeschau statt. Vom „Kasteler Gewerbeverein“ wurden auch das „Rasselfest“, vorweihnachtliche Aktionen und das „Wirterennen“ initiiert.

Karneval-Club Kastel 1947 e. V.
Am 19. März 1947 gründeten junge Leute den „Atlanta-Club Kastel“, aus dem am 23. März 1952 der „Karneval-Club Kastel.“ (KCK) hervorging. Dieser Club mit seinem Sitzungspräsidenten Rolf Braun genießt im ganzen deutschsprachigen Gebiet einen guten Ruf. Die Geschäftsstelle des KCK befindet sich in der Roonstraße.
Karneval-Club Kastel 1947 e. V.
Kontakt: Jürgen Müller, Postfach 111,
55248 Mainz-Kastel, Telefon 06134/61111,
Fax 06134/24488

Karnevalsgesellschaft „Die Bettschoner“
Die Karnevalsgesellschaft „Die Bettschoner“ wurde bereits 1914 zum ersten Mal gegründet. Am 11. November 1980 erfolgte im Hotel-Restaurant „Zum Schnackel“ eine Neugründung.

Karnevalsgesellschaft „Die Bettschoner“
Boelckestraße 5, 55246 Mainz-Kastel,
Telefon 06134/62017

Karnevalverein Kasteler Ratschenbande 1993. e. V.
Kontakt: Florian Hahn, Marie-Juchacz-Straße 29,
55252 Mainz-Kastel, Telefon 06134/65352

Kasteler Fußballvereinigung 06 e. V.
Die „Kasteler Fußballvereinigung 06 e. V.“ (KFV) wurde 1906 in der Gaststätte „August Hambach“ (heute „Piccolo“) in Kastel gegründet. Ihre Vereinsfarben sind Gelb-Schwarz. Das Vereinsheim befindet sich im Bereich des KFV-Stadions.
Kasteler Fußballvereinigung 06 e. V.
In der Witz 10, 55252 Mainz-Kastel,
Telefon 06134/63466

Kasteler Gesangsverein 1844
Der „Kasteler Gesangsverein 1844“ wurde am 1. Januar 1844 im Gasthaus „Zum goldenen Anker“ in Kastel gegründet. Er gilt als ältester Verein in Mainz-Kastel.
Kasteler Gesangsverein 1844,
55252 Mainz-Kastel,

Kasteler Krankenhaus-Verein
Der „Kasteler Krankenhaus-Verein“ (KKV) wurde am 12. November 1889 im Stadtratssaal des Stadthauses in Kastel von Sanitätsrat Dr. Wallenstein für die Einwohner von Kastel und Amöneburg gegründet. Fortan leisteten seine Mitglieder auf vielen sozialen Gebieten wichtige Hilfe. Als Vereinshaus diente anfangs das Brauhaus „Zum goldenen Anker“. Während des Zweiten Weltkrieges (1939–1945) und danach ruhte die Vereinarbeit. In den 1960-er Jahren stieß man durch die Bautätigkeit in Mainz-Kastel auf die Grundstücke des KKV. Man sprach den Heimatforscher Kurt Hebach an und dieser aktivierte den KKV wieder. Seit 1974 wird die Gemeindekrankenpflege vom KKV finanziert. Ab 1980 wirkte er als Träger der Zentrale für ambulante Dienste im Bereich von Amöneburg, Kastel und Kostheim. Weil die Satzungen von 1889 nur eine Verwendung des Vermögens in Kastel und Amöneburg vorschrieben, mussten diese um Kostheim erweitert werden. Der Kasteler Krankenhausverein nimmt heute die Aufgaben einer Sozialstation wahr: Er bietet häusliche Alten- und Krankenpflege, Vorbeugungsmaßnahmen sowie die Ausführung ärztlicher Verordnungen wie Injektionen, Anlegen von Verbänden, Setzen von Kathedern und Spülungen. Die zur Pflege benötigten Hilfsmittel wie Krankenbetten, Toiletten- und Rollstühle stellt der KKV zur Verfügung. Für die Patienten sind die Pflege und Betreuung kostenlos. Die Pflegetätigkeiten werden von examinierten Fachkräften vorgenommen. Zivildienstleistende erledigen Einkäufe für kranke und alte Menschen, führen kleine Hausarbeiten aus und begleiten die Patienten zu Arztbesuchen. Ein diplomierter Sportlehrer leitet einen Turnunterricht für haltungssschwache Schulkinder der ersten Schuljahre. Die Aktivitäten des KKV werden vor allem durch sein Vermögen finanziert.
Zentrum für ambulante Pflegedienste AKK
Kloberstraße 2, 55252 Mainz-Kastel,
Telefon 06134/4344, Fax 06134/1652

Kasteler Musikanten
Katholische Kirchenmusik von 1926 e. V.
Im Spätsommer 1926 entschlossen sich einige junge Männer aus Mainz-Kastel, gemeinsam zu musizieren. Anfangs probten sie in der Gaststätte „Stehling“ in der Wiesbadener Straße. In der zweiten Jahreshälfte 1926 gewährte der Karnevalsverein „Casino zum Frohsinn – Katholischer Männerverein“ ein Darlehen für die jungen Musiker, damit diese Instrumente und Noten kaufen konnten. Damit war der Grundstein für die Gründung der „Musikabteilung des Katholischen Männervereins“ gelegt. Im Dezember 1926 traten 16 Musiker dem „Katholischen Männerverein“ bei. Als Gründungstag wurde damals der 1. August 1926 festgelegt. In der Folgezeit fanden die Proben im Vereinshaus des Männervereins „Zum Frohsinn“ unter Leitung von Albert Länge statt. Die Musikgruppe spielte bei weltlichen und kirchlichen Anlässen. Nach zahlreichen Proben präsentierte sich die bald auf 20 Musiker angewachsene Bläsergruppe während der Fronleichnamsprozession der Öffentlichkeit. Von 1949 bis 1970 wirkte die Gruppe als Gardekapelle der Kasteler Jokusgarde. 1974 lösten sich die Musiker vom „Casino zum Frohsinn – Katholischer Männerverein“ und waren fortan selbstständig als Verein aktiv. Anfangs dienten die Clubräume der TG Kastel und das Vereinsheim des Kasteler Hundesportvereins in der Ludwig-Wolker-Straße als Probenräume. Später wurden geeignete Räume im Westflügel der Reduit gemietet. Seit 1971 ist die Kapelle als großes Gardemusikcorps der Mainzer Ranzengarde aktiv. Außerdem tritt sie in der Gardeuniform der Mainzer Ranzengarde gemeinsam mit der Garde zum „Kampf gegen Mucker und Philister“ bei zahlreichen Umzügen auf. Seit 1981 führt der Verein jeweils am zweiten Oktoberwochenende in Mainz-Kastel ein zünftiges Oktoberfest durch. 2001 wurde das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Die „Kasteler Musikanten“ gestalten Gottesdienste, Trauerfeiern, Hochzeiten, Konzerte, bunte Abende, Frühschoppen und Fastnachtssitzungen.
Kontaktadresse: Jürgen Wiesmann,
Ernst-Ludwig-Straße 24, 65428 Rüsselsheim,
Vereinsheim: In der Reduit 2A,
55252 Mainz-Kastel, Telefon 06134/69680

Kasteler Ruder- und Kanugesellschaft 1880 e. V.
Die „Kasteler Ruder- und Kanugesellschaft 1880 e. V.“ (KRKG) wurde am 1. Juli 1880 im Gasthaus „Zu den Heiligen 3 Königen“ in Kastel gegründet. Das Bootshaus und der internationale Campingplatz der KRKG befinden sich auf der Rheininsel Maaraue.
Kasteler Ruder- und Kanugesellschaft 1880 e. V.
Kontakt: Josef Rosendorn,
Wiesbadener Straße 19, 55252 Mainz-Kastel,
Telefon 06134/22798
Bootshaus, Maaraue 48, 55246 Mainz-Kostheim

Kleingartenverein Kastel e. V.

Marine Verein 1889 e. V.
Der „Marine Verein 1889 e. V.“ wurde 1889 gegründet.
Reduit, 55252 Mainz-Kastel,
Telefon 06134/69979

Reit- und Fahrclub Hessler Hof
Der „Reit- und Fahrclub Hessler Hof“ am „Unteren Zwerchweg“ verfügt über eine Reithalle sowie Spring- und Dressurplätze.
Reit- und Fahrclub Hessler Hof
55252 Mainz-Kastel

Schieß-Sport-Club 1987 e. V.
Kontakt: Rolf Bitto, Schmalweg 55,
55252 Mainz-Kastel, Telefon 06134/186738,
Fax 06134/186739

Singende Kellermeister aus Mainz-Kastel
Die „Singenden Kellermeister aus Mainz-Kastel“ wurden von Rolf Braun, einem wahren Urgestein der Mainzer Fastnacht, als Gesangsgruppe des KCK gegründet. Später machte sich diese Gruppe selbstständig.
Kontakt: Heinz Brunner, Berliner Straße 54,
55131 Mainz,
Telefon 06131/574893, Fax 06131/574893,
E-Mail heinzbrunner@t-online.de#

Spielmannszug Mainz-Kastel 1994 e. V.
Der „Spielmannszug Mainz-Kastel“ wurde 1994 gegründet.
In der Witz 10, 55252 Mainz-Kastel,
Telefon 06134/65745
Kontakt: Fred Gebal, Mainzer Straße 5 a,
55252 Mainz-Kastel, Telefon 06134/63234,
Fax 06134/62334

Sudetendeutsche Landsmannschaft
Die „Sudetendeutsche Landsmannschaft, Ortsgruppe Kastel/Kostheim“ wurde am 13. Mai 1952 im „Casino“ in Mainz-Kostheim gegründet.
Sudetendeutsche Landsmannschaft
Ortsgruppe Kastel/Kostheim
55252 Mainz-Kostheim

Turngesellschaft 1886/1954 Mainz-Kastel e. V.
Die Turngesellschaft Mainz-Kastel e. V. wurde am 8. Februar 1886 im „Frankfurter Hof“ gegründet. Ihr Vereinsheim befindet sich in der Boelckestraße.
Turngesellschaft Mainz-Kastel e. V.,
Boelckestraße, 55252 Mainz-Kastel

Turn- und Sportgemeinschaft 1846 e. V. Mainz-Kastel
1846 wurde im Gasthaus „Zum Lämmchen“ (später „Deutsches Haus“) in der Mainzer Straße die „Kasteler Demokratische Turngemeinde“ gegründet. Ab 1880 hieß der Verein „Kasteler Turnverein“ und ab 1939 „Turn- und Sportgemeinschaft 1846 e. V. Mainz-Kastel“ (TSG). 1969 erfolgte die Gründung einer Fußballabteilung. Das Clubhaus der TSG befindet sich in der Jakob-Schick-Straße, die nach einem Vorsitzenden des Vereins benannt ist.
Turn- und Sportgemeinschaft 1846 e. V. Mainz-Kastel
55252 Mainz-Kastel

Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer,
Behinderten und Sozialrentner Deutschlands e. V.,
Ortsgruppe Kastel/Amöneburg
Der Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Sozialrentner Deutschlands e. V., Ortsgruppe Kastel/Amöneburg, wurde am 9. September 1949 im früheren Hotel-Restaurant „Zum goldenen Anker“ in Mainz-Kastel gegründet.
Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer,
Behinderten und Sozialrentner Deutschlands e. V.,
Ortsgruppe Kastel/Amöneburg
55252 Mainz-Kastel

Verein der Hundefreunde 1961 Kastel
Der „Verein der Hundefreunde 1961 Kastel“ wurde am 25. März 1961 im Gasthaus „Zehnthof“ in Mainz-Kastel gegründet. Das Übungsgelände und das Vereinsheim liegen an der Ludwig-Wolker-Straße in Mainz-Kastel. Horst Vetter vom „Verein der Hundefreunde 1961 Kastel“ gewann 1989 mit seinem Hund „Peer vom Pilgersberg“ in seiner Altersgruppe den Deutschen Meistertitel „Im Breitensport mit Hund“.
Verein der Hundefreunde 1961 Kastel,
Ludwig-Wolker-Straße, 55252 Mainz-Kastel,
Telefon 06134/23425,
Telefon Vereinsheim 06134/286577

Verein für Deutsche Schäferhunde e. V.,
Ortsgruppe Kastel
Der „Verein für Deutsche Schäferhunde e. V., Ortsgruppe Kastel“ wurde am 17. Dezember 1954 gegründet. Der Übungsplatz und das Vereinsheim befinden sich unweit des Ochsenbrunnens in Mainz-Kastel.
Verein für Deutsche Schäferhunde e. V., Ortsgruppe Kastel

Vereinsring Kastel
In der Gaststätte „Zur Alten Post“ in Mainz-Kastel wurde 1951 der „Vereinsring Kastel“ gegründet. Sein Ziel: die Lösung gemeinsamer Probleme und gegenseitige Hilfe und Loyalität. Initiatoren waren der Kasteler Rektor und Heimatforscher Gottfried Dörr sowie Mathias Beaury, Fritz Diehl, Lorenz Schott, Adolf Schuchmann, Dr. Josef Ebert, Toni Humm und Alex Wittmann. Als erster Vorsitzender fungierte Gottfried Dörr. Dem Vereinsring gehören jeweils zwei Vertreter der angeschlossenen Vereine an.
Vereinsring Kastel
55252 Mainz-Kostheim

Wiesbadener Minicar-Club
Unterer Zwerchweg, 55252 Mainz-Kastel,
Telefon 06134/6622

Die Synagoge in Mainz-Kastel

1696 baute der Jude Josef Boxberger in der Frühlingsstraße von Kastel ein Haus, in dem auch ein Betzimmer und ein Frauenbad eingerichtet wurden. Im Betzimmer verrichteten Männer und Frauen getrennt ihre Andacht. Der vor dem Haus stehende Fehlingsbrunnen hieß später Judenbrunnen. nach dem Tod von Boxberger bekam sein Haus 1696 einen christlichen Besitzer. Als der Betsaal in Kastel zu klein wurde, errichtete man eine Synagoge in der Frühlingstraße. Das Geld für den Neubau stiftete zum größten Teil der jüdische Händler Seligmann. Am 25. Januar 1834 weihte der Mainzer Rabbiner Leo Ellinger in der Frühlingstraße die Synagoge ein. Seligmann wurde zum ersten Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Kastel ernannt. Um 1920 hatte die jüdische Gemeinde in Mainz-Kastel nur noch wenige Mitglieder, löste sich auf und verkaufte Synagoge und Gemeindehaus.

Straßennamen in Mainz-Kastel (Auswahl)

Admiral-Scheer-Straße
Die Admiral-Scheer-Straße wurde nach dem Admiral Reinhard Scheer (1863–1928) benannt. Er führte die deutsche Flotte in der Schlacht vor dem Skagerrak am 31. Mai 1916 und war 1918 Chef der Seekriegsleitung.

An der Klaus
Der Straßenname „An der Klaus“ erinnert an die „Klause des heiligen Martin“. Diese befand sich in einer Kapelle, in der ein römischer Soldat bestattet wurde, der laut einer Legende wegen seines christlichen Glaubens in Kastel sterben musste.

Anna-Birle-Straße
Die Anna-Birle-Straße wurde nach Anna Birle (1892–1969), der Vorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt, bezeichnet.

Anton-Zeeh-Straße
Die Anton Zeh-Straße erinnert an den Vorsitzenden des Ortsbeirates Anton Zeh (1900–1960).

Christof-Ruthof-Weg
Der Christof-Ruthof-Weg wurde nach Christof Ruthof, benannt.

Fritz-Ullmann-Straße
Die Fritz-Ullmann-Straße wurde nach Fritz Ullmann benannt . ????

General-Mudra-Straße
Die General-Mudra-Straße ist nach dem in Muskau (Sachsen) geborenen General Karl Bruno Julius von Mudra (1851–1931) bezeichnet. Er führte als Truppenführer von 1907 bis 1910 eine Divison, wirkte von 1911 bis 1913 als Chef des Ingenieur- und Pionierkorps und war der erste Pionieroffizier in dieser Dienststellung.

Jakob-Schick-Straße
Die Jakob-Schick-Straße erinnert an Jakob Schick, der von ???? 1834 bis 1878 Vorsitzender der „Turn- und Sportgemeinschaft 1846 Kastel“ war.

Johannes-Goßner-Straße
Die Johannes-Goßner-Straße wurde nach dem deutschen Theologen Johannes Evangelista Goßner (1773–1858), dem Gründer der Goßner-Mission zur Ausbildung von Missionaren, bezeichnet.

Kloberstraße
Die Kloberstraße erinnert an den in Kastel und Kostheim tätigen Arzt Klober (1813–1895).

Kurt-Hebach-Straße
Die Kurt-Hebach-Straße wurde nach dem Heimatforscher Kurt Hebach (18898–1980) benannt.

Ludwig-Wolker-Straße
Die Ludwig-Wolker-Straße wurde nach dem katholischen Theologen und führenden Vertreter der katholischen Jugendbewegung, Ludwig Wolker, bezeichnet.

Marie-Juchacz-Straße
Die Marie-Juchacz-Straße erinnert an die deutsche SPD-Politikerin Marie Juchacz (1879–1956), die 1919 in der „Deutschen Nationalversammlung“ in Weimar als erste Frau in einem deutschen Parlament eine Rede hielt. 1920 wurde unter ihrer Leitung die Arbeiterwohlfahrt gegründet.

Otto-Suhr-Ring
Der Otto-Suhr-Ring ist nach dem deutschen SPD-Politiker Otto Suhr (1894–1957), der ab 1955 Regierender Bürgermeister von Berlin war, benannt.

Peter-Sander-Straße
Die Peter-Sander-Straße wurde nach dem Stadtverordneten Peter Sander (1891–1970) bezeichnet.

Petersweg
Der Name Petersweg erinnert daran, dass das Patronatsrecht über die Kirche von Kastel einst vom Mainzer Petersstift ausgeübt wurde. Dieses Stift war der früheste und größte Grundherr in Kastel. Die „Herren von St. Peter“ erhielten den so genannten Zehnten und zwei Drittel der Abgaben, welche die Färcher von Kastel für das Recht der Überfahrt nach Mainz entrichten mussten.

Rathausstraße
In der Rathausstraße – früher Stadthausstraße genannt – stand früher das Kasteler Rathaus.

Rochusplatz
Der Rochusplatz ist nach dem aus der südfranzösischen Stadt Montpellier stammenden heiligen Rochus (gest. 1327), dem Patron gegen Pest, Cholera und andere Seuchen, benannt.

Steinern Straße
Die Steinern Straße gilt als eine der ältesten römischen Straßen im Rhein-Main-Gebiet. Entlang dieser Straße bestatteten die Römer ihre Toten in einem Gräberfeld.

Die Ludwigsplatzschule in Mainz-Kastel

Ludwigsplatzschule hieß die Schule am Ludwigsplatz in Mainz-Kastel, die am 12. August 1911 eingeweiht wurde. Durch ihren Bau löste die Stadt Mainz das Versprechen ein, nach der Eingemeindung im Jahre 1908 in Kastel eine Schule zu errichten. Erster Rektor der Ludwigsplatzschule war der Hauptschullehrer Butz. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges (1914–1918) diente diese Schule als Rekrutendepot, danach wurde dort eine Klasse mit französischen Schülern unterrichtet. Nach einem schweren Luftangriff auf Mainz während des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) nahm die Ludwigsplatzschule einige obdachlose Klassen der Mainzer Mittelschule auf. Beim Luftangriff im September 1944 auf Mainz-Kastel brannten die Turnhalle und das Hausmeisterwohnhaus nieder. Das unzerstörte Hauptschulgebäude diente danach als Sitz von Ortsverwaltung, Polizei, Standesamt, Wirtschaftsamt, Ernährungsamt, Post und Apotheke. In einem Schulsaal richtete man einen behelfsmäßigen Betsaal ein. 1953 wurde der zerstörte Zeichensaal zu einer modernen Aula ausgebaut. Ab 1963 hieß die Volksschule am Ludwigsplatz „Gustav-Stresemann-Schule“. Von 1966 an gehörte die Pavillonschule „In der Witz“ – bis dahin als „Wilhelm-Leuschner-Grundschule“ bezeichnet – zur „Gustav-Stresemann-Schule“ am Ludwigsplatz. Beide Schulen hatten nun eine Schulleitung. Am 19. Januar 1989 wurde die renovierungsbedürftige Turnhalle nach dem Umbau eingeweiht. Dank der Spende eines Wiesbadener Unternehmens und durch die Hilfe des Kasteler Ortsbeirates war es möglich, eine Schuldruckerei einzurichten.Um letztere hat sich der Kasteler Schriftsetzer Peter Muttke besondere Verdienste erworben.

Schatzfund in Mainz-Kastel

Bei dem 1962 entdeckten Schatzfund von Mainz-Kastel aus dem ersten Viertel des fünften Jahrhunderts handelt es sich vielleicht um eine versteckte Militärkasse. In einem Krug waren mehr als 600 Silber- und 16 Goldmünzen, Silberschmuck und Bruchsilber versteckt. Der Silberschmuck deutet auf einen ostgermanischen Träger hin, der möglicherweise als Offizier in römischen Diensten stand.

Rettungsdienste in Mainz-Kastel

Arbeiter-Samariter-Bund Amöneburg-Kastel-Kostheim (ASB AKK)
Der Arbeiter-Samariter-Bund Amöneburg-Kastel-Kostheim wurde am 30. Juli 1970 gegründet. Die rund 60 Gründungsmitglieder hatten das Ziel, die fehlende medizinische Grundversorgung der Bürger von AKK zu sichern. Mit einem vom ASB Wiesbaden übernommenen Hanomag begann die Arbeit des ASB. Als erster Stützpunkt des Rettungswagens diente die Maaraue. Bald darauf erfolgte ein Umzug auf das Werksgelände der Firma Apura – heute SCA. Seit 1975 gibt es den Rettungswachenstandort in der Münchhofstraße 70. Bis 1990 arbeitete der ASB AKK nur mit Zivildienstleistenden und Ehrenamtlichen. Danach besetzten acht hauptamtliche Mitarbeiter sieben Tage in der Woche rund um die Uhr den Rettungswagen. Anfang der 1990-er Jahre erweiterte der ASB sein Angebot im sozialen Bereich. Für ältere Menschen wurde ein Mobiler Sozialer Dienst, ein Hausnotrufsystem und „Essen auf Rädern“ angeboten. Dieser Bereich wird durch Zivildienstleistendee getragen. Nach einem Gutachten über die Wirtschaftlichkeit des Rettungsdienstbereiches Wiesbaden drohte Anfang der 1990-er Jahre mehrfach die Schließung bzw. Verlegung des Rettungswachenstandortes Kostheim. Dies konnte durch verschiedene Formen des Protestes sowie eine Klage von Kostheimer Einwohnern verhindert werden. Ende 1999 wurde im Rahmen einer Neustrukturierung eine Verlegung des Rettungswachenstandortes in die Feuerwache 2 nach Kastel diskutiert. Dank neu entstandener Wohngebiete und eines expandierenden Gewerbegebietes in Kastel stiegen ab 1997 die Einsatzzahlen des ASB AKK trotz rückläufiger Einsatzzahlen im Rettungsdienstbereich Wiesbaden insgesamt. Im Jahr 2000 wurde der „Sama Kostheim 89/83“ zu fast 2800 Einsätzen gerufen, rund 600 mehr als 1995. Der ASB OV AKK hat heute etwa 3300 Mitglieder, was einem Anteil an der Bevölkerung AKKs von mehr als 10 Prozent entspricht.
Arbeiter-Samariter-Bund, Landesverband Hessen e. V.
Ortsverband AKK,
Rettungsdienst und Krankentransport, Sanitätsdienste, Erste-Hilfe-Ausbildung, Mobiler Sozialer Dienst, Hauswirtschaftliche Hilfen, Hausnotruf,
Essen auf Rädern
Hauptstraße 137, 55246 Mainz-Kostheim,
Telefon 06134/18560, Fax 06134/26647
E-Mail info@asb.de

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsvereinigung Kastel-Kostheim
Schwanengasse 2, 55252 Mainz-Kastel,
Telefon 06134/26383

DLRG Kreisgruppe Rhein-Main Mainz-Kastel
e. V.
Das Gebäude, in dem sich die Schulungsstätte Mainz-Kastel der DLRG und die Rettungsstation befinden, wurde bereits in den 1930-er Jahren gebaut. Ursprünglich nutzte man es als Feuerwehrschule, während des Zweiten Weltkrieges war dort die Flugabwehr stationiert. Das nach Bombardements beschädigte Gebäude wurde nach Kriegsende wieder aufgebaut. Ab 1946 nutzte ein ortsansässiges Autohaus die an das Haus anschließenden Garagen als Werkstatt. 1952 zog das Wasser- und Schifffahrtsamt in das Gebäude ein und blieb dort bis 1981. In der Folgezeit stand das Haus längere Zeit – bis auf zwei Wohnungen – leer. Unter großen Anstrengungen und mit Unterstützung der zuständigen Ämter konnte die DLRG Kreisgruppe einen Erbpachtvertrag mit der Stadt Wiesbaden über das Gebäude abschließen. In den oberen zwei Stockwerken wurden Wohnungen für die DLRG-Aktiven ausgebaut. Das Erdgeschoss dient als Rettungsstation und Schulungsstätte, beide verfügen über separate
Räume und eine Küche.
Rampenstraße 1, 55252 Mainz-Kastel,
Telefon 06134/4751 oder 6600, Fax 06134/6608

Kasernen in Mainz-Kastel

Goltz-Kaserne

Mudra-Kaserne
Die Gebäude der Mudra-Kaserne wurden im wesentlichen 1908/1909 als Unterkunft für das neu geschaffene 2. Nassauische Pionierbataillon Nr. 25 erbaut. Zwischen den beiden Weltkriegen, als die Region unter französischer Militärobservanz stand, wurde die Kaserne in „Quartier Marceau“ umbenannt. Außerdem nutzte man damals große Teile der Kaserne zivil. Um 1936 zog das Pionier-Bataillon 36 der wiedergeschaffenen deutschen Wehrmacht auf das Gelände. Damals erfolgte die Umbenennung in die heute noch übliche Bezeichnung Mudra-Kaserne. 1951 übernahm die Hessische Bereitschaftspolizei die Gebäude.
Die Mudra-Kaserne ist nach dem in Muskau (Sachsen) geborenen General Karl Bruno Julius von Mudra (1851–1931) benannt. Von 1911 bis 1913 wirkte er als Chef des Ingenieur- und Pionierkorps. Er war der erste Pionieroffizier in dieser Dienststellung und führte als Truppenführer von 1907 bis 1910 eine Divison. Als sein besonderes Verdienst um die Pionierwaffe gilt, dass er den besonderen Wert gemeinsamer Übungen der Pioniere mit anderen Truppengattungen und die Bedeutung der Auswirkungen der sich ständig fortentwickelnden Technik erkannte. Außerdem setzte er durch, dass Pionieroffizieren der Zugang zu höheren Führerstellen geöffnet wurde. General von Mudra hat damit entscheidend die Bedeutung der Pioniere innerhalb der Armee geprägt.
Wiesbadener Straße, 55252 Mainz-Kastel,
Telefon 06134/6020

Reduit
Der Name Reduit bedeutet „Rückzugswerk“ oder „Rückzugsbastion“. Die Reduit am Rheinufer in Kastel wurde von 1830 bis 1832 vom „Deutschen Bund“ zur Verteidigung der 1661 errichteten Schiffsbrücke über den Rhein zwischen Mainz und Kastel errichtet. Als Architekt fungierte der österreichische Ingenieur-General Franz Scholl. Freiherr von Pittel übernahm 1831 die Bauleitung und Fertigstellung. Weil der Baugrund der Reduit sumpfig war, ruht sie anstelle eines Fundaments auf 1800 Eichenpfählen. An den Bauarbeiten waren 378 Maurer, 22 Steinmetze und 48 Zimmerleute etwa 18 Monate lang beteiligt. Die Baukosten wurden auf 340000 Gulden veranschlagt, doch durch wirtschaftliches Arbeiten konnten 14000 Gulden eingespart werden. Das Gebäude der Reduit hat zwei Geschosse mit insgesamt 86 Kasematten mit Ziegelsteingewölben, die auf massiven Zwischenmauern aus Kalksandstein ruhen. Die Außenmauern sind etwa einen Meter dick. Die Reduit war besonders für Kleingewehre und leichte Artillerie-Verteidigung eingerichtet. Sie war die einzige Rund-um-Verteidigungsanlage an der ganzen Rheinfront. In der Reduit waren österreichische und preußische Soldaten stationiert. Franz Scholl erhielt nach Vollendung der Kaserne die Goldschärpe des Ingenieur-Corps. Über dem Haupteingang der Reduit, dem so genannten Lanzentor auf der dem Land zugewandten Seite, brachte man die Inschrift an: „CURA CONFOEDERATIONIS CONDITUM“ – deutsch: „Der Einheit des Bundes verpflichtet“. Bereits 1840 verlor die Reduit weitgehend ihre Bedeutung als Festung, als das nach Nordosten gerichtete Schussfeld durch den Bau der Rampenstraße und der Eisenbahnstrecke Wiesbaden-Frankfurt sowie des Kasteler Bahnhofs eingeschränkt wurde. Die ehemalige Kaserne beherbergt heute das „Museum Castellum“, das Kinder- und Jugendzentrum AKK und zahlreiche Vereine. In den Sommermonaten dient der Innenhof der Reduit als Biergarten. In der Reduit wird auch ein open-air-Kino betrieben.

Rosella-Kaserne

Kapellen in Mainz-Kastel

Ferrutiuskapelle
Die heute nicht mehr existierende Ferrutiuskapelle ist nach dem römischen Soldaten Ferrutius benannt, der laut einer Legende um 300 n. Chr. wegen seines christlichen Glaubens im Kerker des Castellum (Kastel) sterben musste. Die Reliquien dieses ersten Mainzer Heiligen wurden durch den Priester Eugenius auf dem damaligen christlich-römischen Friedhof an der heutigen Wiesbadener Straße beigesetzt. Über dem Grab errichtete man aus römischen Grabsteinen eine Kapelle, die bis zum 17. Jahrhundert erhalten blieb. Bei der Kapelle wohnte lange Zeit ein Klausner, der die frühe Wallfahrtsstätte betreute. Später hieß die Kapelle „Klause des heiligen Martin“, woran der Name der Straße „An der Klaus“ erinnert. An Ferrutius erinnert ein Gemälde an der Stirnseite des Jupitersaales im „Museum Castellum“ in der Reduit.

St.-Nikolaus-Kapelle
Im Bereich des heutigen Nickelsborn-Platzes in Kastel stand einst die St.-Nikolaus-Kapelle. Das Testament des Zöllners Gambach und seiner Ehefrau vom 18. März 1598 sah vor, dass nach dem Tod des Ehepaares auf ewige Zeit eine gewisse Summe der St.-Nikolaus-Kapelle sowie dem Pfarrherrn und dem Glöckner zufließen sollten. Nach dieser Kapelle wurde der „Nickelshof“ benannt, der sich in Nähe der „Nickelspforte“ befand. Die St.-Nikolaus-Kapelle wurde 1689 durch französische Soldaten zerstört. An sie erinnert heute nur noch ein Relief an einem Haus in der Zehnhofstraße. Die Kapelle und das angrenzende Gasthaus „Zum Kranich“ beherbergten einst das „Institutium Lullum“, eine Stiftung, die sich mit dem Schrifttum des Philosophen, Mystikers und Franziskaners Ramon Lull beschäftigte.

Kapelle auf der Petersau
Im 17. Jahrhundert stand auch auf der Südspitze der Rheininsel Petersau vor Kastel eine Kapelle. In diesem Gotteshaus feierte ein so genannter „Frühmessner“ vom Mainzer Petersstift an bestimmten Festtagen eine heilige Messe. Unter einem „Frühmessner“ verstand man den Pfarrer, der „in der Früh“ den ersten Gottesdienst des angebrochenen Tages hielt und oft noch andere Aufgaben wie Schuldienst oder Aushilfe in benachbarten Gemeinden zu erledigen hatte. Diese Kapelle musste zu Beginn des 19. Jahrhunderts den Festungsanlagen Napoléons weichen.

Die Rheininsel Petersaue

Der Name der Rheininsel Petersaue erinnert daran, dass einst das Mainzer Petersstift das Patronatsrecht über die Kirche von Kastel ausübte. Auf der Petersaue befinden sich heute eine Kläranlage und das Wasserwerk Mainz. Über die Petersaue führt die Kaiserbrücke, die als Eisenbahnbrücke dient sowie Fußgängern und Radfahrern die Überquerung des Rheins ermöglicht.

Heimatforscher in Mainz-Kastel

Heimatforscher

Diehl, Fritz
Fritz Diehl gehörte 1951 zu den Gründungsmitgliedern des „Vereinsrings Kastel“, dessen Öffentlichkeitsarbeit er fortan übernahm. Auf seine Initiative gehen auch die Gründung der „Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel 1980 e. V.“, des „Museum Castellum“ in der Reduit-Kaserne und die Errichtung des „Kasteler Geschichtsbrunnens“ am Paulusplatz zurück. Aus der Feder von Fritz Diehl stammen die Bücher „Von Castellum bis Kastel“ (1985), „2000 Jahre Kastel in Wort und Bild“ (1990) und „2000 Jahre Kastel“ (1990). Jahrzehntelang schrieb er unter dem Kürzel „F. D.“ unzählige Zeitungsartikel über Ereignisse aus Mainz-Kastel.

Dörr, Gottfried
Der Rektor Gottfried Dörr machte sich auch als Heimatforscher in Kastel verdient. Am 3. Juni 1951 hob er den „Vereinsring Kastel“ mit aus der Taufe.

Hebach, Kurt
An den Heimatforscher Kurt Hebach erinnert die Kurt-Hebach-Straße in Mainz-Kastel

Preisler, Johannes
Johannes Preisler wirkte von 1844 bis 1873 in Kastel als Lehrer und betätigte sich in seiner Freizeit als Heimatforscher. Auszüge aus seinen Aufzeichnungen wurden in dem Werk „2000 Jahre Kastel. Jubiläumsbuch zur 2000-Jahr-Feier “ von Fritz Diehl veröffentlicht.